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Die Social Media Liga: Bayern München ist Social-Media-Meister / Frankfurt sichert sich Vize-Titel / Gladbach Dritter

Die Social Media Liga: Bayern München ist Social-Media-Meister / Frankfurt sichert sich Vize-Titel / Gladbach Dritter

Der FC Bayern München holt doch noch das Double. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sichert sich der Rekordmeister nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen nun auch den Titel in der Social Media Liga. Das Ismaninger Institut für Fußballmanagement bewertete die offiziellen Facebook-Accounts der 18 Erstligisten über die gesamte Bundesliga-Saison 2017/18 hinweg unabhängig und mit dem wissenschaftlich fundierten Social Media Index, der die Grundlage des Rankings bildet.

Erst im Mai gelang es Bayern München dank einer starken Monatsperformance, die bis dahin führende Eintracht aus Frankfurt noch abzufangen und den Titelverteidiger von der Spitzenposition zu verdrängen. Somit sichern sich die Münchner mit einem Gesamtwert von 30,97 Punkten ihre erste Social-Media-Meisterschaft überhaupt. Frankfurt (30,77 Punkte) darf sich über den Vize-Titel in der Social Media Liga freuen.

Prof. Dr. Tobias Haupt, Fachbereichsleiter „Digitalisierung im Sport“ des Instituts für Fußballmanagement: „Ausschlaggebend für die Aufholjagd des FC Bayern waren insbesondere die Aktivierung der Fans durch innovative Ideen und die Crossmedialität. Posts, die allgemeine und sportliche Fragestellungen, Quizfragen oder Gewinnspiele beinhalteten, forderten die Fans zu einer starken Interaktion auf. Herauszuheben ist hierbei die Idee des Photoshop-Battles. Die Münchner riefen dazu auf, ein vorgegebenes Bild zu bearbeiten, um im Anschluss die lustigsten, neuen Motive auf der offiziellen Facebookseite zu veröffentlichen. Durch diese Aktion erhielten die Fans die Möglichkeit, selbst den Content der Seite zu bestimmen – eine Einbindungsmaßnahme, die nicht nur die Interaktion, sondern auch die Identifikation mit dem Verein förderte. Beim Faktor Crossmedialität ist es entscheidend, dass nicht nur die weiteren Social-Media-Kanäle, wie Facebook, YouTube oder Twitter, eingebunden werden, sondern auch die eigene Homepage und der eigene Online-Shop. Auch dies berücksichtige der FC Bayern hervorragend. Durch Rabattierungen und besondere Angebote wurden die Fans genau dorthin geleitet, wo es für den Verein auch wirtschaftlich interessant wird.“

Haupt hebt auch die erneut starke Leistung der Frankfurter Eintracht, dem Social-Media-Meister des Jahres 2017, heraus: „Frankfurt überzeugte über die gesamte Saison hinweg wieder mit abwechslungsreichen, attraktiven und aktivierenden Posts.“

Borussia Mönchengladbach belegt mit einem Gesamtwert von 29,24 Punkten den dritten Platz. Haupt: „Der Sprung von Vorjahresplatz elf auf Platz drei gelang der Borussia unter anderem wegen einer eindrucksvollen und professionellen Sponsorenintegration. Kontinuierlich band Mönchengladbach seine Partner geschickt und authentisch in die jeweiligen Posts mit ein. Außerdem konnte Gladbach, ähnlich wie der FC Bayern, durch eine ausgewogene und sinnvolle Corssmedialität punkten.“

Das Ismaninger Institut für Fußballmanagement veröffentlicht seit der Bundesliga-Saison 2016/17 jeweils am Monatsende die deutsche Social Media Liga. Dabei werden die offiziellen Facebook-Accounts der 18 Erstligisten wissenschaftlich fundiert analysiert. Die Grundlage der Bewertung bildet der unabhängige Social-Media-Index (SMI), der auf dem von Haupt entwickelten „SCHIEMA-Modell des Social Media Marketings“ basiert und den Gesamterfolg einer Facebook-Seite widerspiegelt. Haupt: „Je höher der Index, desto besser funktioniert die Fanpage des Vereins.“ Dieser ergibt sich dabei keinesfalls nur aufgrund der jeweiligen Like-Zahl. „Das greift zu kurz. In die Berechnung des SMI werden deshalb auch die Faktoren Sponsoreneinbindung, Crossmedialität, Posthäufigkeit, Interaktionsrate, sportlicher Erfolg, Multimedialität, Aktivierungsquote, Innovation und Wachstumsrate miteinbezogen.“

Der maximal zu erreichende SMI-Wert beträgt monatlich 5,0.